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Maturaball 3
Maturaball 5

Maturaball der BHAK Bad Aussee

 

Am Samstag, dem 10.11.2007, fand im Kurhaus Bad Aussee der alljährliche Maturaball der Hak-Abschlussklasse statt. Ganz nach dem Motto „Viva las Vegas“ brachten die MaturantInnen das glamouröse Vegas ins wunderschöne Ausseerland.

 

Doch bevor sich die gläsernen Türen des Kurhauses öffneten, liefen die Vorbereitungen noch auf Hochtouren. Überall rannten hektisch Schüler herum und brachten selbstgemachte, überdimensionale Spielkarten zur Dekoration an, gingen noch einmal ihre Texte für die Mitternachtseinlage durch und zupften nervös an ihren Kleidern, Anzügen und Frisuren herum; immerhin sollte dieser Abend perfekt sein!
Um 19:30 Uhr war es dann soweit. Die Pforten öffneten sich für die Gäste, die trotz des stürmischen Schneegestöbers zahlreich erschienen waren. Auch zwei Überraschungsgäste mischten sich unter das Publikum: Tom Neuwirth und Martin Zerza von der Castingband „Jetzt Anders!“
Begeistert und mit neugierigen Blicken gingen die Besucher durch das Spalier der Schüler und verteilten sich im Ballsaal. Es dauerte nicht lange und dieser war bis auf den letzten Platz gefüllt; ebenso wie die Galerie. Jeder wollte ja einen guten Platz erhaschen um die traditionelle Polonaise zu sehen.
Bei den Maturanten machte sich bei dem Anblick der Besuchermassen im Saal langsam Nervosität breit. Immerhin ging bei der Generalprobe alles schief, was nur schief gehen konnte, doch es war keine Zeit mehr übrig, sich darüber Gedanken zu machen, denn der Ballsaal wurde verdunkelt und es ertönte der Klang einer Fanfare, die zur Polonaise rief.
Die ersten vier Tänzer bahnten sich ihren Weg zwischen den Tischreihen auf die Tanzfläche und schoben ihre Tanzpartnerinnen auf Rollbrettern wie griechische Göttinnen-Statuen auf die richtige Position, begleitet vom begeisterten Applaus der Gäste. Die Göttinen wurden dicht gefolgt von den restlichen Tanzpaaren, und ehe man sich versah, war die Polonaise schon im vollen Gange. Schlag auf Schlag folgten verschiedene Musikstücke und Tanzeinlagen; ein stetiges, perfekt aufeinander abgestimmtes Hin- und her zwischen Boogie, Tango und Co.
Dann verstummte der letzte Takt der Musik; die Tanzpaare warfen sich in die Schlussposition und in einem Bruchteil einer Sekunde war es so still, dass mein eine Stecknadel oder besser gesagt eine Haarnadel hätte fallen hören können. Doch dann brach das Publikum in tosenden Applaus aus, Eltern konnten ihre Tränen nur noch mit Mühe zurückhalten und den Tanzpaaren fiel ein Stein vom Herzen, da die Polonaise, welche von Herrn Werner Dietrich einstudiert worden war, reibungslos ablief.
Der restliche Abend lief bis zur Mitternachtseinlage oberflächlich eher ruhig ab, im Ballsaal tanzten Eltern und Gäste zur Musik der Swing-Drivers; in der Disco rockte die Jugend das Haus und an den Bars tauschten sich Schüler unter sich aus und diskutierten über die ersten Eindrücke vom Ball, welche alle positiv ausfielen.
Im Untergrund jedoch brodelte es gewaltig, hektisch wurde hinter dem Vorhang die Bühne für die Mitternachtseinlage hergerichtet, Rosen- und Losverkäufer mussten sich von Amateur- und Profifeilschern ärgern lassen, die Bars mussten mit Getränke- und Wechselgeldnachschub versorgt werden und nebenbei sollte man dann auch noch Zeit für Familie und Freunde finden.
Nach diesen hektischen Stunden folgte der absolute Höhepunkt des Abends: Die Mitternachtseinlage. Hatte sie doch in der Generalprobe noch Verzweiflung und Wutausbrüche verursacht, schlug sie am Ballabend ein wie eine Bombe! Die Zuschauer waren aus dem Häuschen, jubelten und verlangten eine Zugabe des Line-Dance - welche sie natürlich in dreifacher Schrittgeschwindigkeit bekamen.

Nach dem erfolgreichen Ablauf des Abends galt es dann nur noch die Rosenkönigin zu küren und die Gewinner des Schätzspiels und der Tombola bekannt zu geben. Sobald auch diese Aufgaben beendet waren, machte sich eine unbeschreibliche Erleichterung bei den Maturanten breit. Zwar war der Abend noch lang nicht vorbei, doch die Höhepunkte waren überstanden, und so konnte dann doch noch jeder einwenig den eigenen Ballabend genießen!

Text: Florian Messingfeld