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Peter Gruber an der HAK Bad Aussee

 

Am 22. April 2010 war Peter Gruber an der Handelsakademie Bad Aussee auf Besuch, um seinen Roman "Notgasse" vorzustellen. Er zeigte Dias vom Dachstein, erzählte von seinem Werdegang  als Schriftsteller und dem Leben auf der Wiesalm,  wo er den Sommer verbringt. Anschließend stellte es sich den Fragen seiner Zuhörer.


Den Schülern der Abschlussklasse der Handelsakademie Bad Aussee zeigte Peter Gruber einleitend Dias vom Dachstein, den umliegenden Almen und der  Notgasse, jener Felsschlucht, die Namensgeber seines Romans über die Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten im Ennstal des 16. Jahrhunderts ist — in der Notgasse gibt es auch die uralten Felsritzzeichnungen unter den überhängenden Wänden, ein archäologischer Fund immenser Bedeutung.
Jeden Sommer verbringt Peter Gruber auf der Wiesalm, jener Dachsteinalm, wo er als Hirte tätig ist und seine Bücher schreibt. Er suche den Kontrast zwischen Großstadtleben und der Abgeschiedenheit auf "seiner" Alm — dieser Kontrast zwischen dem Leben in Wien und den kargen Lebensbedingungen während des Almsommers bilde für ihn die Quelle der Inspiration für seine Werke. Seine Bücher handeln von Begebenheiten, die sich um den Dachstein und auf diesem Bergmassiv zugetragen haben: "Tod am Stein" vom Tod einer Heilbronner Schülergruppe, die bei ungünstigen Witterungsverhältnissen auf den  Dachstein aufgestiegen und dort erfroren ist, "Schattenkreuz" von der Auseinandersetzung zwischen Jägern und Wilderern am Beginn des 20. Jahrhunderts, die im Mord an einem Jäger kulminierte.


Anschließend erzählte er von seinem Leben. Er komme aus einer Bergbauernfamilie und sei in Kunagrünberg bei Pruggern im Ennstal  in einer Familie mit vielen Kindern aufgewachsen. Trotz der ärmlichen Verhältnisse auf dem Bergbauernhof habe er eine behütete Kindheit gehabt. Nach einer Lehre als Bürokaufmann habe er neben der Erwerbsarbeit seine ersten literarischen Gehversuchen gemacht. Außer seinen Romanen habe er auch ca. 300 Gedichte geschrieben. Immer hätte er den Wunsch gehabt, auch größere literarische Arbeiten zu verfassen, darum habe er sich für das Leben auf der Alm entschieden. Dort verfasse er seine Romane. Hier finde er Ruhe, Telefonkontakt sei nur möglich, wenn er sich auf einen bestimmten Hügel begebe. Eine Akkuladung müsse für 10 Tage reichen - in diesem Rhythmus begebe er sich ins Tal, um Lebensmittel zu besorgen. Zwei Stunden fahre er dann mit dem Auto und der restliche Aufstieg dauere dann zwei Stunden zu Fuß, wobei er seine Einkäufe im Rucksack (meist an die 20 Kilogramm) mit sich führe.


Der Kontakt zwischen Autor und den Schülern war ausgezeichnet,  da sie sich mit den regionalen Bezügen des Werks dieses Autors identifizieren konnten. Peter Gruber war begeistert von den Schülern der 5. HAK. Anschließen äußerte er sich folgendermaßen:  " Kompliment zur Maturaklasse! Sehr aufmerksam, konzentriert, interessiert, zugänglich, neugierig".