Dem fairen Handel auf der Spur
„Wer garantiert eigentlich, dass die Produkte in unserem Weltladen fair gehandelt sind?“ fragte eine Schülerin der zweiten Klasse Handelsschule in Bad Aussee. Die Schüler dieser Klasse helfen seit Schulanfang der dritten Klasse als Assistenten im Verkauf. Das Ergebnis dieser Frage war ein Besuch der beiden Schulklassen in der Zentrale des größten Lieferanten für den Weltladen, der EZA - Entwicklungszusammenarbeit in Salzburg.
Am Beispiel des beliebten thailändischen Hom Mali Reises, der beim Kochen nach Jasmin duftet, wurde ein möglicher Weg aus der Armutsfalle gezeigt: Die Green Net Kooperative hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Netzwerk für Fairness und Ökologie zu errichten. Sie vermarktet mittlerweile 150 Bioprodukte wie Reis, Kokosmilch und Öle. Die Produzenten profitieren mehrfach: Sie haben Zugang zu einem Exportmarkt unter fairen Bedingungen, erhalten Weiterbildung im ökologischen Landbau und werden in ihrer Eigenständigkeit unterstützt. Durch die Gemeinschaft haben sie Zugang zu Versicherungsschutz und zu Reismühlen, was ihre Arbeit wesentlich erleichtert. Über Green Net importiert die EZA auch die biologische Kokosmilch Ka Ti.
Im riesigen Schauraum der EZA staunten die Handelsschüler über die Vielfalt der fair gehandelten Produkte von Gewürzen über Kaffee, Musikinstrumente, Kleidung bis zum Schmuck. Dabei suchten sie für ihren eigenen Weltladen nach geeigneten Erweiterungen des Sortiments.
Bei der Führung durch die Lagerhalle beeindruckte die perfekte Logistik, die eine schnelle Abwicklung der Bestellungen garantiert. Durch diesen Besuch haben die drei Buchstaben EZA ihre Anonymität verloren. Wenn jetzt eine Lieferung in den Weltladen kommt, kennen die Schülerinnen und Schüler die Menschen dahinter. Beim Reis sogar von Thailand bis Salzburg.
Foto: Die Handelsschüler im Verteilerzentrum der EZA-Entwicklungszusammenarbeit

