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Jugend nörgelt

 

Am 6. November  präsentierten die 1. und 2. Klasse Handelsschule für Informationstechnologie Bad Aussee in einem Klassenraum mittels modernster EDV-Technik die Ergebnisse des Projekts „Jugend nörgelt“ dem Ausseer Bürgermeister Otto Marl. Schon am 14. Oktober hatten sie den Arbeitsauftrag erhalten, alles zu fotografieren, was ihnen in Bad Aussee nicht gefiele und was sie für verbesserungswürdig hielten. Am 6. 11. 2008 ist dann der Bürgermeister in die HIT gekommen und hat sich die vier so entstandenen Präsentationen angeschaut - er wird die Kritik an die entsprechenden Stellen weiterleiten.

 

Am 14. Oktober waren die Schüler der 1. und 2. Klasse Handelsschule für Informationstechnologie in die Gemeinde Bad Aussee eingeladen, wo sie im Sitzungssaal des Stadtrates vom Bürgermeister Bad Aussees, Otto Marl, begrüßt wurden. Die Schüler konnten für 50 Minuten Stadträte sein und mit dem Bürgermeister über ihre Anliegen diskutieren. Otto Marl informierte sie über die Aufgaben des Stadtrates, die Jugendarbeit der Gemeinde, die finanziellen Rahmenbedienungen einer Stadtgemeinde und forderte sie auf, als kritische Mitbürger an der Gestaltung der Zukunft Bad Aussees  mitzuarbeiten.

 

Anschließend wurden die Schüler mit Fotoapparaten ausgerüstet und in vier Teams aufgeteilt. Professor Peter Rack hatte schon vier Routen durch den Ort auf Plänen eingezeichnet. Die Teams bekamen nun drei Stunden Zeit, diese Wege abzugehen und alle Mängel zu fotografieren. In den folgenden Wochen wurde das Fotomaterial dann für eine Computerpräsentation verarbeitet.

Am 6. November 08 um 9:00 Uhr war es dann soweit: Der Bürgermeister kam in die Schule und sah sich die vier Präsentationen an, mittels derer die Schüler ihre „Nörgeleien“ vortrugen. Häufig kritisiert wurden die Oberflächenbeschädigungen der Straßen, die Umweltverschmutzung, beschädigte oder beschmierte Wände, Straßenlaternen mit abblätterndem Lack, ungepflegte Vorgärten, und angefahrene Straßenschilder. Der Bürgermeister erklärte, dass er auf Mängel von Privathäusern oder Grundstücken keinen Einfluss habe, er aber die entsprechenden Fotos gern an die Besitzer weiterleiten wolle. Ein besonderes Anliegen war es ihm auch, die Jugendlichen aufzufordern, selbst zu einem schöneren Ortsbild beizutragen, indem sie nicht ihren ganzen Abfall einfach in die Traun oder am nächstgelegenen Platz entsorgen würden. Alle Mängel, für die er zuständig sei, würde er gerne beseitigen und bei einer weiteren Veranstaltung im Mai oder Juni könnten sich die Jugendlichen bei einem  weiteren Erkundungsgang durch Bad Aussee von den Fortschritten überzeugen. Allerdings seien für die Ausbesserung der Straßen, die Beseitigung des Laubs und so weiter nicht immer die entsprechenden Gelder vorhanden.

 

„Jugend nörgelt“ soll die Schüler und die Politik näher zusammenführen und zu einem besseren Verständnis auf beiden Seiten beitragen.

 

Jugend nörgelt 7
Jugend nörgelt 5