
Ausseer Handelsschüler unter den Fittichen der Bergrettung
Entsprechend dem Konzept der Schule „In und mit der Natur“ wurden 14 Schüler der Handelsschule und Handelsakademie von drei Fachleuten der Bergrettung theoretisch und praktisch in Lawinenkunde unterrichtet. Nur mit einem soliden Grundwissen und einer seriösen Ausbildung ist es möglich, mit Risken und Gefahren des winterlichen alpinen Geländes in verantwortbarer Weise umzugehen.
Am Dienstag, 10. März, begann der theoretische Unterricht für 14
interessierte Schüler. In den folgenden zwei Stunden bekamen die Schüler
eine Einführung in die Schnee- und Lawinenkunde, dann erklärte der
Einsatzleiter der Altausseer Bergrettung Markus Raich ihnen die
Lawinenwarnstufen, wo Lawinen besonders häufig abgehen und die
Funktionsweise von Lawinenpipsern.
Um 11:30 fuhren dann alle gemeinsam mit dem Bus zur Losermaut, ins
Schigebiet der Loser Bergbahnen, wo sie schon von den anderen zwei
Mitgliedern der Bergrettung, Hütter Christian und Heim Robert erwartet
wurden. Nun konnten sie im Gelände das Gelernte praktisch anwenden. Die
Firma Mammut hatte jeweils fünf Lawinenpipser, Sonden und Schaufeln zur
Verfügung gestellt. Geschaufelt hat zuerst der Direktor der Handelsschule,
Mag. Herbert Hütter. Er grub im Alleingang ein ca. eineinhalb Meter tiefes
Loch in den Schnee, damit die Schüler die verschiedenen Schneeschichten
(Schneeprofil) sehen und unterscheiden lernen konnten.
Dann ging es um das Verhalten bei Lawinenunfällen. Nach einer verschütteten
Person wurde von den Schülern mittels Lawinensonden gesucht. Anschließend
ging man von der Annahme aus, dass die verschüttete Person einen
Lawinenpipser bei sich habe. Mit den entsprechenden Geräten konnten die
Schüler den mit einem Pipser ausgerüsteten Verschütteten in kurzer Zeit
lokalisieren.
Neu ist der ABS-Lawinenairbag (Avalanche Airbag System), der im Rucksack
keines gefahrenbewussten Tourengehers fehlen sollte. Dieser Airbag hält
einen von einer Lawine Erfassten an deren Oberfläche - so kann er dem fast
sicheren Tod entgehen. Diese neue Technik funktioniert bestens, wie den
Schülern demonstriert wurde.
Insgesamt nahmen an dem Kurs auch zwei Lehrer und der Direktor der
Handelsschule und Handelsakademie teil. Allen Beteiligten hat diese Art des
Unterrichts riesigen Spaß gemacht. Und sie haben dank der Bergrettung auch
Wichtiges über das Verhalten im alpinen Gelände gelernt.
